Aktion: “Leben in Würde”
Allein in der Hauptstadt von Kambodscha sind derzeit 70.000 Menschen von Zwangsräumungen bedroht.
Weltweit leben 1 Milliarde Menschen in Slums. Ihr Leben ist gezeichnet von Armut, Gewalt und Gefahr. Gerade weil sie arm sind, sind sie oft von Menschenrechtsverletzungen betroffen. Die meisten dieser Menschen können nicht lesen und nicht schreiben und sind deswegen staatlicher Willkür besonders stark ausgesetzt. Sie haben keinen Zugang zu sauberem Wasser. Von der Gesundheitsversorgung sind sie in den meisten Fällen ausgeschlossen und der Schulbesuch ist für Kinder aus Slums meistens nicht möglich.
Zwangsräumungen
Rechtswidrige, oft brutale Zwangsräumungen vieler Slums durch den Staat ohne vorherige Ankündigung (!) und ohne den Bewohnern eine Ersatzunterkunft zu stellen sowie Möglichkeiten auf rechtliche Unterstützung seitens der Betroffenen zu schaffen.
Eine rechtswidrige Zwangsräumung ist eine schwere Menschenrechtsverletzung! Rechte des Menschen, wie das Recht auf Eigentum oder das Recht auf körperliche Unversehrtheit werden missachtet.
Forderungen von Amnesty: Rechtswidrige Zwangsräumungen beenden!
- Betroffene Staaten müssen alle entsprechenden Maßnahmen ergreifen um Zwangsräumungen zu verhindern. Dazu gehört vor allem auch die Verabschiedung entsprechender Gesetze.
- Kein Mensch darf ohne Weiteres aus seinem Haus, seiner Wohnung oder von seinem Land vertrieben werden!
- Niemand darf durch Zwangsräumungen in Obdachlosigkeit geraten!
- Wenn Zwangsräumungen erforderlich sind, dann muss als Ersatz ein angemessener Wohnraum gestellt werden, in dem menschenwürdiges Wohnen und Leben möglich ist!