Aufruf zum Schutz von Flüchtlingen

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Die Würde des Menschen ist unantastbar (Art 1 Absatz 1 Satz 1 Grundgesetz) .

Den folgenden Aufruf haben Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften, Flüchtlingsinitiativen und Künstlern gestartet:

Für ein Europa der Menschen und der Menschenrechte!

So viele Menschen wie noch nie seit Ende des Zweiten Weltkriegs sind auf der Flucht und suchen Schutz, auch in Deutschland und Europa. Viele Bürgerinnen und Bürger zeigen eine überwältigende Hilfsbereitschaft. Doch Realität ist auch: Fast täglich werden in Deutschland Unterkünfte angezündet, Flüchtlinge oder die, die ihnen beistehen, angegriffen. Während tausende Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Europa im Mittelmeer ertrinken, schotten viele europäische Regierungen ihre Grenzen ab. Und vielen, denen die Einreise gelingt, steht eine monatelange Odyssee in unwürdigen Verhältnissen bevor.

Auch wenn die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung beeindruckend ist – Europa bietet insgesamt ein verheerendes Bild. Es zeigt sich uneinig, hilflos, kleinkrämerisch. Unser Kontinent verrät seine Ideale.

Keine Frage – die Anzahl der Flüchtlinge stellt unsere Gemeinwesen vor enorme Herausforderungen. Aber wer, wenn nicht eine der friedlichsten und wohlhabendsten Regionen der Welt könnte diese Aufgabe stemmen? Eine Region, die auf Werten gründet wie Freiheit und Gerechtigkeit. Eine Region, die ihre Vielfalt als Stärke begreift.

Unser Europa steht an einem Scheideweg. Wie wollen wir leben? Wer wollen wir sein? Wollen wir diejenigen sein, die sich mit Stacheldraht abschotten? Wollen wir diejenigen sein, die ihre Haltung von der aktuellen Befindlichkeit und der Kassenlage abhängig machen? Oder wollen wir diejenigen sein, die nicht von ihren Werten abrücken? Die für Menschlichkeit und die Wahrung von Menschenrechten stehen?

26 Jahre nach dem Fall der Mauer haben die Menschen in allen Teilen Deutschlands angesichts der Not der Flüchtlinge pragmatisch und engagiert ein Beispiel dafür gegeben, was es heißt, in einer friedlichen, freiheitlichen und gerechten Gesellschaft zu leben.

Von diesen Werten dürfen wir nicht wieder abrücken. Wir müssen und wollen auch in Deutschland weiter wachsen an den aktuellen Herausforderungen: Statt neue Abschreckungsmaßnahmen in Form von Einschnitten im Aufenthalts-, Asyl- und Sozialrecht vorzunehmen, gilt es, Teilhabe zu ermöglichen, Grundbedürfnisse zu decken und Zugänge in Bildung und Arbeit zu öffnen.

Es ist Zeit, sich zu bekennen. Wir, die Unterzeichnenden, bekennen uns zu

Humanität und Solidarität
der Wahrung von Menschenrechten
sicheren Zugangswegen und fairen Asylverfahren

Schutz vor Hetze und Anschlägen
einer offenen, menschlichen und von Vielfalt geprägten Gesellschaft

Hier (http://www.europa-der-menschenrechte.org/) könnt auch Ihr den Aufruf unterstützen

Treffen der Hochschulgruppe Erfurt

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Die Amnesty-Hochschulgruppe Erfurt trifft sich am Donnerstag, den 29.10.2015, um 20:00 an der Universität Erfurt im D04 im LG 4.

Wenn ihr Lust habt bei uns mitzumachen, dann kommt einfach vorbei! Wir freuen uns über neue Mitglieder!

Asyldialoge in der Aula des Evangelischen Ratsgymnasiums

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Die Hochschulgruppe Erfurt von Amnesty International, das Evangelische Ratsgymnasium Erfurt und der Evangelische Kirchenkreis Erfurt
präsentierten am 30.06.2015 die Asyldialoge im Evangelischen Ratsgymnasium Erfurt

Vormittags gab es eine exklusive Veranstaltung für Schülerinnen und Schüler des Ratsgymnasiums und am Abend gab es eine öffentliche Veranstaltung an der ca. 140 Zuschauer teilnahmen.

Im Anschluss an die Theateraufführungen fand jeweils ein Publikumsgespräch statt.

Wir bedanken uns bei den Expertinnen und Experten, die auf viel Fragen aus dem Publikum kompetente Antworten gegeben haben.

Die Bühne für die Menschenrechte erkundet aktuelle Menschenrechtsgeschichten durch die Darbietung dokumentarischen Theaters.

Nach dem Erfolg der ASYL-MONOLOGE jetzt die 2. Produktion der Bühne für Menschenrechte: Die ASYL-DIALOGE erzählen von Begegnungen, die Menschen verändern, von gemeinsamen Kämpfen in unerwarteten Momenten – eine dieser Geschichten spielt in Osnabrück, wo seit März 2014 ein breites Bündnis solidarischer Menschen bereits 30 Abschiebungen verhindern konnte und somit für viele bundesweit zum Vorbild wurde…

Wir hören diese Geschichte aus erster Hand, aus der Perspektive zweier junger Aktivist*innen, die gezwungen sind, sich ein Katz- und Mausspiel mit der Polizei zu liefern. Die Geschichte konfrontiert uns mit der Frage, wie viel Mut wir entwickeln können, wenn aus zunächst lose verbundenen politischen Akteur*innen gute Freund*innen werden.

Auch die ASYL-DIALOGE entstanden durch ausführliche Interviews, lediglich gekürzt und ohne sprachliche Veränderungen: dokumentarisches, wortgetreues Theater.

“Ich hatte in meinen Kopf überhaupt nicht realisiert, dass Flüchtlinge, die hier sind und für die wir eine Willkommenskultur aufbauen, für die ich gucke, dass die Deutsch lernen, dass die auf einmal abgeschoben werden! Kam nicht vor in meiner Gedankenwelt.”

Näheres zu der Bühne für Menschenrechte findet man hier: hier .

Jahresversammlung 2015 in Dresden

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Auf der Jahresversammlung (JV) der deutschen Sektion von Amnesty International treffen sich Mitglieder aus ganz Deutschland, um wichtige Richtungsentscheidungen für die Zukunft zu treffen. Die diesjährige JV fand vom 22. bis 25. Mai 2015 in Dresden statt.

Die Amnesty – Mitglieder setzten mit ihrer öffentlichen Aktion ein Zeichen gegen Rassismus. Ein Bild findet sich hier: hier

Ein Beitrag zur öffentlichen Aktion findet sich : hier

Die öffentlichen Beschlüsse finden sich hier: hier